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26.04.10 - Aufopfernd gekämpft
Junioren A

Die Finalrunde der Junioren A stand für den UHC Neckertal von Anfang an unter einem unglücklichen Stern. Das das Kader sehr klein sein wird, wusste man schon Anfang Saison - währen der "regular seasion" konnte man jeweils auf Verstärkung durch die B-Junioren zählen, nicht so für die Finalrunde (die B-Junioren-Finalrunde fand ja ungücklicherweise am gleichen Wochenende statt). Die Situation spitzte sich aber zu, Mike musste sich im Laufe der Saison unbedingt die Knochen brechen (hoffe, du bist bald wieder vollständig fit!) und Ueli kurz vorher noch eine Magendarmgrippe einfangen. Ohne Unterstützung durch B-Junioren war es also doch nicht möglich - ein grosses Dankeschön an Simon Wirz für den Einsatz und die gute Leistung! Trotzdem: Am Samstag musste man mit nur gerade 5 Feldspielern antreten - und das gegen die Schweizer Top-Teams, keine leichte Aufgabe.

UHC Neckertal - UHCevi Gossau, 2:10 (1:7, 1:3)
Es dauerte fast 10 Minuten, ehe das erste Tor des Spiels fiel - und es war der Führungstreffer der Neckertaler. Gossau reagierte prompt und schaffte praktisch im Gegenzug den Ausgleich. Von da an schien das Spiel gelaufen zu sein, gegen das schnelle Kombinationsspiel und die cleveren Laufwege der Zürcher hatten die Neckertaler keine Chance mehr, man wurde plötzlich überfahren. Gaben die Kräfte der Nekertaler schon nach, oder hatte Gossau den Schwackpunkt der Neckertaler gefunden?
In der Pause gabs für die Neckertaler neue taktische Anweisungen für das Defensivverhalten - es wirkte, die Zürcher Angriffe blieben in der zweiten Spielhälfte mehrheitlich wirkungslos, die weiteren Treffer war dann wirklich auf die entkräfteten Neckertaler zu schieben. Und mit der Zunge am Boden ist eine Aufholjagd halt ebenfalls ein Ding der Unmöglichkeit. Das Resultat widerspiegelt den Spielverlauf, nicht aber das tatsächliche Leistungsvermögen der beiden Teams.

UHC Neckertal - Red Lions Frauenfeld, 2:12 (1:4, 1:8)
Nach einer guten Stunde Erholung hiess es für das Neckertaler Rumpfteam schon wieder "ran a'd Säck". Die Ausgangslage war klar - für das Erreichen des Halbfinals musste ein Sieg her, das Mittel sah man in einer starken Defensive und schnell ausgeführten Kontern.
Punkt 1, die starke Defensive, regelten die Neckertaler zu Beginn wiederum mit Bravour. Und auch das Konterspiel lief wie erhofft. Nur mit der Effizienz der Neckertaler war es nicht allzuweit her. Es dauerte wiederum fast 8 Minuten bis zum ersten Treffer, wiederum ging Neckertal in Führung, hochverdient. Mit zunehmender Spieldauer liessen die Kräfte aber wiederum nach, die Abschlüsse wurden immer unpräziser und in der Verteidigung war man öfter einen Schritt zu spät, was die Thurgauer gnadenlose ausnützten. So befand man sich zur Pause wiederum bereits deutlich im Rückstand, nicht ganz zwingend, mit effizienteren Abschlüssen wäre auch eine Führung durchaus möglich gewesen.
Die zweite Hälfte des Matches ist dann schnell erzählt - gekämpft bis zum Schluss, aber Erschöpfung und sich anbahnender Frust über den fehlenden 6. Spieler und das fehlende Abschlussglück waren stärker.

UHC Neckertal - UH Eagles Sementina, 5:4 (1:2, 4:2)
Mit zwei Niederlagen in der Vorrunde ging es am Sonntag noch um Platz 5/6. Die Schmach des letzten Platzes wollten die Neckertaler gerne ins Tessin abschieben. Dank Ueli, welcher zwar noch etwas bleich, aber immerhin wieder sicher auf den Beinen war, konnte man das letzte Spiel mit zwei Blöcken in Angriff nehmen.
Es schien eine Weile zu dauern, bis der Neckertaler Dampfer in Fahrt kam, die Tessiner starteten deutlicher wacher ins Spiel und gingen prompt mit 2 Toren in Führung. Gegen Ende der ersten Halbzeit erwachten dann auch die Neckertaler und erzielten den Anschlusstreffer. So richtig wach wurde man aber erst in der Pause, in der zweiten Spielhälfte wurden die Tessiner regelrecht dominiert und der UHC Neckertal ging mit 5:2 in Führung, man konnte getrost von Einbahnunihockey sprechen. Unsere italienischsprachigen Landsleute wurden erst wieder gefährlich, als sich das halt immer noch kleine Kader der Neckertaler wieder bemerkbar machte und der Sieg bereits auf sicher geblaubt war - es ging fast noch ins Auge.

Fazit des Wochenedes: Unsere A-Junioren konnte mit den besten Teams der (östlichen Hälfte der Unihockey)-Schweiz mithalten, technisch war man absolut ebenbürtig. Im taktischen Bereich waren die Gossauer ein Klasse für sich, da muss man neidlos den Hut ziehen.
Die klare Erkenntnis aber (und das gilt wohl auch für die B-Junioren): Zu einem Top-Team gehören drei ausgeglichene Linien. Mit nur zwei Blöcken zu bestehen, das geht zwar in den Gruppenspielen, aber für eine erfolgreiche Finalrunde ist das Kader zu schmal.

 

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